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Eine starke Arbeitgebermarke aufbauen: In 7 Schritten zum Erfolg

Das Aufbauen einer starken Arbeitgebermarke hilft nicht nur dabei, qualifizierte Bewerber anzuziehen, sondern trägt auch zur Mitarbeiterbindung bei.

Geschäftsführer
Veröffentlicht Aktualisiert 8 Min. Lesezeit
Titelgrafik „7 Schritte zu einer starken Arbeitgebermarke“ mit Zielscheibe und Bildschirm-Symbolen

Im Wettbewerb um gute Fachkräfte entscheidet die Arbeitgebermarke mit darüber, ob sich die richtigen Menschen bei Ihnen bewerben – und ob sie bleiben. Eine starke Arbeitgebermarke hilft nicht nur dabei, qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber anzuziehen, sondern trägt auch maßgeblich zur Mitarbeiterbindung und -motivation bei. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen in sieben Schritten, wie Sie eine attraktive und unverwechselbare Arbeitgebermarke aufbauen, die Ihr Unternehmen von der Konkurrenz abhebt.

Auf einen Blick
  1. 01Employer Branding ist der strategische Aufbau und die Pflege einer starken Arbeitgebermarke, um das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und qualifizierte Talente zu gewinnen.
  2. 02Eine gute Arbeitgebermarke verschafft einen Wettbewerbsvorteil, hilft beim Anziehen und Binden von Fachkräften und trägt zu höherer Zufriedenheit und geringerer Fluktuation bei.
  3. 03Der Aufbau beginnt mit Analyse: Zielgruppen, Wettbewerber sowie die eigenen Stärken und Schwächen.
  4. 04Aus der Analyse entstehen die Employer Value Proposition (EVP), eine klare Kommunikation über die passenden Kanäle und eine laufende Erfolgskontrolle.
  5. 05Die glaubwürdigsten Markenbotschafter sind die eigenen Mitarbeitenden.

Definition und Bedeutung von Employer Branding und Arbeitgebermarke

Definition

Employer Branding ist der strategische Aufbau und die Pflege einer starken Arbeitgebermarke. Ziel ist es, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren, neue Talente zu gewinnen und bestehende Mitarbeitende zu binden.

Durch ein positives und authentisches Image können Unternehmen ihre Attraktivität steigern und sich von der Konkurrenz abheben. Die Arbeitgebermarke wirkt dabei nach außen auf Bewerbende und nach innen auf Motivation und Bindung des eigenen Teams.

Grafik zur Arbeitgebermarke mit den drei Bausteinen Employer Branding, Employer Value Proposition (EVP) und Employer Brand Experience

Warum ist eine Arbeitgebermarke wichtig für ein Unternehmen?

Eine bekannte Arbeitgebermarke sichert einem Unternehmen einen wichtigen Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels müssen Betriebe mittlerweile auf deutlich mehr als klassisches Personalmarketing und finanzielle Anreize setzen.

Eine starke Arbeitgebermarke hilft dabei, die besten Talente zu gewinnen und langfristig zu binden, indem sie ein positives und authentisches Bild des Unternehmens vermittelt. Das führt zu höherer Mitarbeiterzufriedenheit, geringeren Fluktuationsraten und einer insgesamt besseren Performance des Unternehmens.

Schritt 1: Analyse und Zielgruppenidentifizierung

Analysieren Sie Ihr Unternehmen als Arbeitgeber

Am Anfang des Employer Brandings steht die reflektierte Betrachtung der aktuellen Position des Unternehmens als Arbeitgeber. Eine gründliche Analyse hilft dabei, Stärken und Schwächen im Umgang mit den Mitarbeitenden zu identifizieren – etwa durch Mitarbeiterbefragungen, Feedbackgespräche und die Auswertung von Kennzahlen. Ziel ist ein umfassendes Bild der internen Wahrnehmung und der Bereiche, in denen Verbesserungen notwendig sind.

Grafik: Analyse der Arbeitgebermarke über Befragungen, Feedbackgespräche und Kennzahlenanalyse

Identifizieren Sie Ihre Zielgruppen und ihre Bedürfnisse

Employer Branding spielt beim Thema Recruiting und Personalmarketing eine wichtige Rolle. Bewerbende informieren sich heute beim Sichten von Stellenanzeigen ebenso über die offene Stelle wie über das Unternehmen selbst. Deshalb ist es wichtig, die Zielgruppen und ihre Bedürfnisse genau zu kennen:

Leitfragen zur Zielgruppenanalyse
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Schritt 2: Wettbewerbsanalyse und Stärken-Schwächen-Analyse

Analysieren Sie Ihre Wettbewerber und ihre Arbeitgebermarken

Zum Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke gehört eine umfassende Wettbewerbsanalyse. Welche Arbeitgebermarken gibt es in der Branche? Mit welchen Maßnahmen positionieren sich die Wettbewerber als attraktive Arbeitgeber? Diese Informationen helfen, die eigenen Stärken und Schwächen besser zu verstehen und Potenziale für die Differenzierung zu erkennen.

Identifizieren Sie die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens

Ein gutes Employer Branding spiegelt die Identität eines Unternehmens wider und zeigt Kandidatinnen und Kandidaten, warum sie sich hier bewerben sollten und was den Betrieb als Arbeitgeber einzigartig macht. Durch die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen arbeiten Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale heraus und können sie gezielt kommunizieren. Das schafft Vertrauen und Transparenz und weckt das Interesse potenzieller Bewerbender.

Kreisgrafik einer SWOT-Analyse mit Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen

Schritt 3: Entwicklung einer einzigartigen Arbeitgebermarke

Definieren Sie Ihre Employer Value Proposition (EVP)

Die Employer Value Proposition (EVP) ist das zentrale Versprechen, das ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden und potenziellen Bewerbenden gibt. Sie umfasst die einzigartigen Vorteile und Werte, die das Unternehmen als Arbeitgeber bietet. Eine klare und überzeugende EVP ist der Kern jeder erfolgreichen Arbeitgebermarke.

Entwickeln Sie eine einzigartige Persönlichkeit für Ihre Arbeitgebermarke

Mit den Ergebnissen der Analyse entsteht in diesem Schritt eine Corporate Identity, die das Herzstück der Arbeitgebermarke bildet. Dazu gehören die zentralen Botschaften, die das Unternehmen als Arbeitgeber auszeichnen, sowie die visuellen und sprachlichen Elemente der Marke. Eine starke Arbeitgebermarke hat eine klare Persönlichkeit, die in allen Kommunikationskanälen konsistent vermittelt wird.

Schritt 4: Kommunikation der Arbeitgebermarke

Formulieren Sie einen prägnanten Claim für Ihre Arbeitgebermarke

In dieser Phase muss das Employer Brand Management darauf achten, dass die zuvor formulierten Botschaften intern und extern kommuniziert werden. Ein prägnanter Claim, der die Kernbotschaften der Arbeitgebermarke auf den Punkt bringt, stärkt die Wahrnehmung des Unternehmens. Neben der Kommunikation an die Mitarbeitenden muss die Umsetzung der Prinzipien im Unternehmen selbst Teil der Employer-Branding-Strategie sein.

Wählen Sie die richtigen Kanäle für die Kommunikation Ihrer Arbeitgebermarke

Grafik: Der Markenkern der Arbeitgebermarke erreicht über Indeed, Monster, LinkedIn, Xing und Facebook viele Kandidaten

Die Wahl der richtigen Kommunikationskanäle ist entscheidend. Neben klassischen Kanälen wie der Unternehmenswebsite und Jobportalen spielen soziale Medien eine immer größere Rolle. Durch gezielte Social-Media-Kampagnen erhöhen Unternehmen ihre Reichweite und treten direkt mit potenziellen Bewerbenden in Kontakt.

Schritt 5: Implementierung und Evaluierung

Implementieren Sie Ihre Arbeitgebermarke auf Social Media und anderen Kanälen

Eine klare Employer-Branding-Strategie ist die Voraussetzung, um überzeugende Kampagnen umzusetzen und langfristig eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen. Social Media bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten: Regelmäßige Posts, authentische Einblicke in den Arbeitsalltag und die Interaktion mit Followern verbessern das Image des Unternehmens und wecken das Interesse potenzieller Bewerbender.

Überwachen Sie die Ergebnisse Ihrer Arbeitgebermarke

Employer Branding legt den Grundstein für ein erfolgreiches Personalmarketing. Deshalb ist es wichtig, die Ergebnisse der Maßnahmen kontinuierlich zu überwachen und zu bewerten – etwa durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen, die Analyse von Bewerberzahlen und Feedback aus den sozialen Medien. Auf Basis dieser Daten optimieren Sie Strategien und Maßnahmen laufend.

Screenshot aus Google Trends: Suchinteresse für „ikea jobs“ in Deutschland über die letzten fünf Jahre

Schritt 6: Kontinuierliche Verbesserung

Verbessern Sie kontinuierlich Ihre Arbeitgebermarke

Nutzen Sie Ihre Mitarbeitenden als Sprachrohr für Ihre Markenkommunikation. Haben Sie eine starke Employer Brand aufgebaut und eine Unternehmenskultur geschaffen, in der sich Ihre Mitarbeitenden wohlfühlen, werden diese gerne zu Markenbotschaftern. Positive Erfahrungsberichte und Empfehlungen stärken das Image des Unternehmens und ziehen neue Talente an.

Nutzen Sie Ihre Mitarbeiter für das Branding

Schritt 7: Fazit und Beispiele für erfolgreiche Arbeitgebermarken

Viele deutsche Unternehmen haben die Strategie des Employer Brandings längst verinnerlicht und eine starke Arbeitgebermarke aufgebaut. Die sieben Schritte im Überblick:

  1. 1
    Analyse und Zielgruppenidentifizierung

    Die eigene Position als Arbeitgeber bewerten und die Bedürfnisse der Zielgruppen kennen.

  2. 2
    Wettbewerbs- und Stärken-Schwächen-Analyse

    Arbeitgebermarken der Mitbewerber betrachten und die eigenen Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten.

  3. 3
    Entwicklung einer einzigartigen Arbeitgebermarke

    Employer Value Proposition festlegen und der Marke eine klare Persönlichkeit geben.

  4. 4
    Kommunikation der Arbeitgebermarke

    Einen prägnanten Claim formulieren und die passenden Kanäle wählen.

  5. 5
    Implementierung und Evaluierung

    Die Marke auf Social Media und anderen Kanälen umsetzen und die Ergebnisse überwachen.

  6. 6
    Kontinuierliche Verbesserung

    Maßnahmen auf Basis von Daten und Feedback laufend optimieren.

  7. 7
    Mitarbeitende als Markenbotschafter

    Das eigene Team einbinden, damit es seine positiven Erfahrungen teilt.

Diese Schritte helfen Unternehmen dabei, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren und langfristig die besten Talente zu gewinnen und zu binden.

Beispiele von Top-Arbeitgebern wie Bosch, Simonswerk und Strauss

Einige Unternehmen haben durch konsequentes Employer Branding beeindruckende Erfolge erzielt. Beispielsweise hat die Techniker Krankenkasse (TK) im Jahr 2018 den Titel „Top Nationaler Arbeitgeber“ von Focus Money erhalten. Auch Bosch, Simonswerk und Strauss haben starke Arbeitgebermarken aufgebaut, die auf einer klaren EVP, einer authentischen Kommunikation und einer positiven Unternehmenskultur basieren. Diese Unternehmen zeigen, wie erfolgreiches Employer Branding in der Praxis umgesetzt werden kann und welche Vorteile es mit sich bringt.

Konkrete Beispiele für starkes Employer Branding

Die niederländische Firma Heineken stellt ihre Employer Brand und die Vorteile als Arbeitgeber klar in den Vordergrund. Durch kreative Kampagnen und authentische Einblicke in die Unternehmenskultur gelingt es Heineken, sowohl neue Talente zu gewinnen als auch bestehende Mitarbeitende zu motivieren und zu binden. Ein weiteres Beispiel ist Google, das weltweit für seine Unternehmenskultur und seine attraktiven Arbeitsbedingungen bekannt ist. Google investiert kontinuierlich in seine Employer Brand und setzt auf innovative Maßnahmen, um Talente anzuziehen und langfristig zu halten.

Insgesamt zeigt sich: Eine starke Arbeitgebermarke ist nicht nur ein wichtiger Erfolgsfaktor im Wettbewerb um die besten Talente, sondern trägt auch maßgeblich zur Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden bei. Mit einer klaren Strategie, authentischer Kommunikation und kontinuierlicher Optimierung stärken Sie Ihre Employer Brand nachhaltig.