
Ratgeber
Recruiting für Lager und Logistikzentren: Stammkräfte statt ständiger Einarbeitung
Warum Anzeigen im Lager die Falschen erreichen
Erfahrene Kommissionierer, Staplerfahrer und Fachkräfte für Lagerlogistik sind fast immer beschäftigt. Wer wechselt, wechselt von einem Lager ins nächste – und kennt dabei die Bedingungen in der Nachbarschaft: wer welche Schichtzulage zahlt, wo die Nachtschicht freiwillig ist, welches Lager neue Geräte hat. Anzeigen lesen diese Menschen selten. Sie erreichen vor allem Suchende ohne Lagererfahrung, was für eine Aushilfe in der Inventur passen kann, für den Schmalgang aber nicht. Für die Schichtleitung heißt das: Bewerbungen zwischen zwei Wareneingängen sichten, Rückrufe ins Leere und Probetage, die nach dem ersten Blick in den Schmalgang enden.
Die Talent Activation Plattform setzt deshalb bei den Menschen an, die schon im Lager arbeiten: Wir identifizieren sie im Pendelradius Ihres Standorts, sprechen sie auf Ihre Stelle an und klären im Telefonat Staplerschein, Geräte, Schichten und Fahrzeit. Welche Wege in der Logistik sonst zu neuen Mitarbeitern führen, beschreibt der Artikel zur Personalgewinnung in der Logistik.
Was Lagerkräfte beim Wechsel abwägen
In unseren Telefonaten kommt der Pendelweg meist zuerst: Eine Frühschicht um sechs mit fünfzig Minuten Anfahrt hält auf Dauer kaum jemand durch. Danach folgt das Schichtmodell – Nachtschicht als Pflicht oder Wahl, Vorlauf des Plans, kurzfristiges Tauschen. Beim Gehalt zählen Zuschläge und Prämien oft mehr als der Grundlohn, weil sie den Unterschied zwischen zwei Lagern ausmachen.
Dazu kommen Punkte, die selten in einer Anzeige stehen: Zustand der Flurförderzeuge, ob Leistungsvorgaben mit dem Team abgestimmt sind, wie Stamm- und Leihkräfte behandelt werden und ob es einen Weg vom Helfer zum Schichtleiter gibt. Konkrete Angaben statt „attraktive Vergütung“ wirken – auch im Video aus der echten Halle, wie es der Leitfaden zum Recruiting-Video beschreibt.
Peak-Season, Volumen und Probezeit
Vor dem Weihnachtsgeschäft suchen alle Lager im Umkreis dieselben Menschen. Wer erst kurz vorher startet, konkurriert mit jedem Mitbewerber und schafft Einarbeitung und Sicherheitsunterweisung kaum noch vor der Spitze. Früher anzufangen ist deshalb der einfachste Hebel. Für Lager mit dauerhaft hohem Bedarf lohnt ein fortlaufender Suchauftrag; wie sich große Stückzahlen organisieren lassen, zeigt der Beitrag zum High Volume Recruiting.
Viele Abgänge passieren in den ersten Wochen, weil Schichtlage, Pendelweg oder Vorgaben vorher nicht klar waren. Genau diese Punkte gehören ins erste Telefonat, nicht in die Einarbeitung. Wie viele passende Lagerkräfte im Pendelradius Ihres Standorts arbeiten, schätzt der Talent Check; was sie danach hält, steht im Artikel zur Mitarbeiterbindung.
Kosten und Modell einordnen
Einzelne Stellen im Lager besetzen Sie erfolgsbasiert: Sie bezahlen pro erfolgreicher Einstellung. Für Lager mit laufendem Bedarf gibt es das Plattform-Modell, für Netze mit vielen Standorten ein individuelles Enterprise-Modell. In allen Modellen gilt die Besetzungsgarantie: Eine Besetzung zählt erst, wenn die Lagerkraft ihre Stelle antritt. Welches Modell passt, sehen Sie unter Modelle und Preise. Ob sich für Ihr Lager ein fortlaufender Suchauftrag lohnt oder einzelne Stellen genügen, besprechen wir gern in einer Demo anhand Ihres Schichtplans.
Suchen Sie Berufskraftfahrer, finden Sie die passende Seite unter Speditionen; für die letzte Meile die Seite für Kuriere und Zusteller.