
Ratgeber
Recruiting für Pflegeeinrichtungen: Plattform statt Anzeige
Warum eine Anzeige oft die Falschen erreicht
Eine Stellenanzeige für eine Pflegefachkraft erreicht vor allem Menschen, die gerade aktiv suchen. In der Pflege sind das oft Interessierte ohne Pflegeabschluss oder Pflegehelfer, die sich auf eine Fachkraftstelle bewerben. Für eine Einrichtung heißt das: viele Rückmeldungen, wenig Passung – und Telefonate, die nach der ersten Frage zum Examen beendet sind. Wer eine examinierte Kraft für den Wohnbereich oder eine Pflegefachkraft für die Tour sucht, braucht deshalb zwei Dinge. Erstens eine Qualifikationsschwelle, die vor dem ersten Gespräch geklärt ist. Zweitens einen Weg zu Pflegekräften, die gerade nicht aktiv suchen und sich deshalb auf keine Anzeige melden würden.
Genau dort setzt die Talent Activation Plattform an: Wir identifizieren passende Pflegekräfte in Ihrer Region, sprechen sie auf Ihre Stelle an und klären im Telefonat, ob Abschluss, Wunschbereich, Dienste und Fahrzeit zu Ihrer Stelle passen. Sie erhalten Profile von Menschen, die Interesse an Ihrer Stelle bestätigt haben – keine Liste von Bewerbungen, die Sie selbst sortieren müssen. Wie Sie Anzeigen, Social Media und Arbeitgebermarke in der Pflege aufstellen, beschreiben wir im Artikel Personalmarketing und Social Recruiting in der Pflege.
Regional denken: Fahrzeit statt Postleitzahl
Pflege ist Schichtarbeit. Wer um sechs Uhr im Frühdienst anfängt oder nach dem Nachtdienst nach Hause fährt, rechnet in Minuten, nicht in Kilometern. Deshalb beginnt jede Suche bei Ihrem Standort und einem Einzugsgebiet nach tatsächlicher Fahrzeit – 30, 45 oder 60 Minuten. Für ambulante Dienste kommt die Mobilität hinzu: Führerschein, eigenes Auto, Weg zur Station. Für Träger mit mehreren Häusern stellt sich eine andere Frage: nicht ob jemand wechseln will, sondern an welches Haus. Beides klären wir, bevor ein Profil bei Ihnen ankommt.
Wie viele Pflegekräfte rund um Ihre Einrichtung arbeiten, schätzt der Talent Check für Ihre Position und Ihr Einzugsgebiet. Das Ergebnis legt die Datengrundlage offen.
Was Pflegekräfte zum Wechsel bewegt
Das Gehalt spielt eine Rolle, entscheidet aber selten allein. Oft geben andere Punkte den Ausschlag: planbare Dienste mit Vorlauf, ein Frühdienst mit späterem Start für Eltern, körperliche Entlastung durch Hebelifter und Aufstehhilfen und eine Einarbeitung mit fester Bezugsperson. Solche Punkte gehören in die Ansprache, weil sie für eine Pflegekraft den Unterschied zwischen zwei ähnlichen Stellen ausmachen.
Umgekehrt gibt es Wechsel, die seltener gelingen, als man denkt. Wer aus der Klinik in die Langzeitpflege wechselt, verliert oft Zulagen. Wer jahrelang Touren gefahren ist, tut sich mit dem Schichtbetrieb im Wohnbereich manchmal schwer. Deshalb fragen wir im Telefonat nicht nur, ob jemand wechseln will, sondern wohin – und nennen den Gehaltsrahmen passend zur tatsächlichen Qualifikation. Wie Sie Onboarding und Bindung im eigenen Haus aufstellen, lesen Sie im Artikel zur Mitarbeitergewinnung in der Pflege.
Kosten und Modell einordnen
Einzelne Pflegestellen besetzen Sie erfolgsbasiert: Sie bezahlen pro erfolgreicher Einstellung. Für Einrichtungen mit laufendem Bedarf gibt es das Plattform-Modell, für Träger mit vielen Häusern ein individuelles Enterprise-Modell. In allen Modellen gilt die Besetzungsgarantie: Eine Besetzung zählt erst, wenn die Pflegekraft ihre Stelle antritt. Welches Modell zu Ihrer Einrichtung passt, sehen Sie unter Modelle und Preise.
Suchen Sie Pflegekräfte für ein Krankenhaus, für den OP oder die Intensivstation? Dann finden Sie die passende Seite unter Pflegekräfte für Kliniken und Krankenhäuser.