
Als Employer Branding Agentur entwickelt mitarbeiter.com die Arbeitgebermarke je Stelle und Region und misst sie an Einstellungen statt an Reichweite. Employer Branding ist dabei kein leeres Versprechen, sondern eine strategische Notwendigkeit, die tief im Unternehmen verankert sein muss.
- 01Employer Branding positioniert Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber, um Talente anzuziehen und langfristig zu binden.
- 02Eine starke Arbeitgebermarke sorgt für mehr und bessere Bewerbungen, eine höhere Mitarbeiterbindung und mehr Produktivität.
- 03Entscheidend ist die Kombination interner und externer Maßnahmen – von flexiblen Arbeitsmodellen und Weiterbildung bis zu authentischer Kommunikation auf Social Media.
- 04Praktische Employer-Branding-Maßnahmen sollten aktiv kommuniziert werden, etwa über interne Newsletter und Social-Media-Kanäle.
Employer Branding: Was bringt es Ihnen?
Auf den branchenübergreifenden Fachkräftemangel gibt es eine häufig genannte Antwort: „Employer Branding, Employer Branding und nochmals Employer Branding“. Nicht ohne Grund taucht der Begriff auf fast jeder Seite zum Thema „Mitarbeiter gewinnen“ auf. Kurz gesagt geht es darum, eine attraktive Arbeitgebermarke zu schaffen, die Talente anzieht und bindet.
Eine erfolgreiche Employer-Branding-Strategie führt zu einer höheren Quantität und Qualität der Bewerber und fördert die langfristige Mitarbeiterbindung und die Produktivität. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Employer-Branding-Konzept, das wir Ihnen im Laufe des Artikels näherbringen.
Employer Branding ist oft der erste Berührungspunkt mit potenziellen Mitarbeitenden und zahlt direkt auf das Recruiting ein. Deshalb lohnt es sich, den Prozess zu verstehen und wirksam zu gestalten.

Definition: Employer Branding & Employer Brand
Employer Branding ist eine ganzheitliche Strategie, die alle Abteilungen eines Unternehmens betrifft und es durch gezielte Arbeitgebermarkenbildung als attraktiven Arbeitgeber positioniert. Die „Employer Brand“ ist die Arbeitgebermarke selbst – das Image als Arbeitgeber –, „Employer Branding“ der Prozess und die Maßnahmen, um diese Marke aufzubauen und zu stärken.
Es geht darum, eine attraktive Arbeitgebermarke zu schaffen und zu stärken, um im Wettbewerb um die besten Talente zu bestehen. Eine starke Arbeitgebermarke führt zu einer effizienteren und passgenaueren Personalrekrutierung, einer höheren Bewerberqualität, langfristiger Mitarbeiterbindung und mehr Produktivität.
1996 definierten Ambler und Barrow die Employer Brand als „Paket funktioneller, ökonomischer und psychologischer Vorteile“, das Produktivität, Rekrutierung, Bindung und Engagement verbessert. Einfach ausgedrückt: Die Arbeitgebermarke ist ein Gesamtpaket, das nicht nur gute Gehälter und Jobtitel bietet, sondern auch dafür sorgt, dass sich Mitarbeitende wohl und wertgeschätzt fühlen. Heute umfasst die Employer Brand das arbeitgeberbezogene Vorstellungsbild, das durch gezielte Maßnahmen positiv dargestellt wird – einschließlich Aspekten wie flexiblen Arbeitszeiten, kreativen Freiräumen und einer nachhaltigen Unternehmenskultur.
Ziele des Employer Brandings
Die Hauptziele des Employer Brandings sind die Gewinnung neuer Mitarbeitender, die Bindung bestehender Mitarbeitender und eine einheitliche Arbeitgebermarke entlang der gesamten Employee Journey. Eine attraktive Arbeitgebermarke überzeugt potenzielle Bewerber von einer Bewerbung und begleitet Mitarbeitende vom ersten Arbeitstag bis zum Ende ihrer Zeit im Unternehmen.
Zugleich bindet Employer Branding bestehende Mitarbeitende durch eine kontinuierlich positive Wahrnehmung des Unternehmens. Sie identifizieren sich langfristig mit dem Unternehmen und sehen ihre Karriereentwicklung dort. So entsteht eine einheitliche und unterscheidbare Arbeitgebermarke, die sich positiv auf die gesamte Erfahrung der Mitarbeitenden auswirkt.

Unterschied zwischen Employer Branding und Personalmarketing
Employer Branding und Personalmarketing sind eng miteinander verknüpft, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte:
| Employer Branding | Personalmarketing | |
|---|---|---|
| Charakter | Strategisch | Operativ |
| Ziel | Die Arbeitgebermarke klar, konsistent und authentisch positionieren | Qualifizierte Bewerber gezielt gewinnen |
| Inhalt | Schaffung und Pflege einer Marke, die Werte und Kultur widerspiegelt und nach innen wie außen kommuniziert wird | Gestaltung und Schaltung von Stellenanzeigen, die Anforderungen und Vorteile klar hervorheben |
| Rolle | Definiert und baut die Basis der Arbeitgebermarke | Trägt die definierte Marke nach außen, macht sie bekannt und nutzt sie für die Rekrutierung |

Maßnahmen des Employer Brandings
Um Employer Branding erfolgreich umzusetzen, können Unternehmen verschiedene Maßnahmen ergreifen – etwa Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitsmodelle und eine ausgewogene Work-Life-Balance. Sie stärken die Mitarbeiterbindung und erhöhen die Zufriedenheit. Weitere Ideen finden Sie in unserem E-Book „103 Benefits-Ideen für Ihre Mitarbeiter“.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einbindung der Mitarbeitenden: Sie können als Markenbotschafter auftreten und die Arbeitgebermarke durch Feedback verbessern. Mit einer gezielten Kombination interner und externer Maßnahmen bauen Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke auf und positionieren sich langfristig als attraktiver Arbeitgeber.

Internes Employer Branding
Internes Employer Branding stärkt die Arbeitgebermarke innerhalb des Unternehmens und verankert sie bei den Mitarbeitenden. Ziel ist eine Kultur, die Mitarbeitende nicht nur bindet, sondern sie auch zu Botschaftern der Marke nach außen macht. Es geht um die Erzeugung einer gemeinsamen Identität, ein tiefes Werteverständnis sowie Bindung und Loyalität der Belegschaft. Denn eine offene, authentisch gelebte Firmenkultur verbessert die Wahrnehmung der Arbeitgebermarke und fördert ein positives Arbeitsumfeld.
Ein gutes Beispiel für interne Maßnahmen sind Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Sie binden Mitarbeitende langfristig, steigern Zufriedenheit und Motivation und zeigen, dass das Unternehmen in die persönliche und berufliche Entwicklung seiner Beschäftigten investiert. Auch flexible Arbeitsmodelle und eine ausgewogene Work-Life-Balance erhöhen die Zufriedenheit und stärken die Arbeitgebermarke.
Das Tech-Unternehmen Google hat zum Beispiel mit innovativen Büroumgebungen und umfassenden Benefits wie kostenlosen Mahlzeiten, Fitnessstudios und Gesundheitsdiensten Maßstäbe im internen Employer Branding gesetzt. Solche greifbaren Beispiele zeigen, wie Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern können.
Externes Employer Branding
Externes Employer Branding fördert das Image als attraktiver Arbeitgeber bei potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern. Dazu gehören Social-Media-Kampagnen auf Plattformen wie LinkedIn oder Instagram, das Sponsoring von Branchenevents, eine ansprechende Karriereseite und die Präsenz auf Jobmessen mit interaktiven Ständen.
Ein Beispiel für erfolgreiches externes Employer Branding ist Adidas’ „Join the creators“-Kampagne, die kreative Talente anspricht: Mitarbeitende berichten über inspirierende Projekte und vermitteln so ein authentisches Unternehmensbild.
Authentizität und Glaubwürdigkeit sind dabei entscheidend, denn sie überzeugen Bewerber. Mitarbeitende als Markenbotschafter können das Arbeitgeberbild positiv beeinflussen und Werte und Kultur des Unternehmens greifbar machen.
Der Employer Branding Prozess
Der Prozess des Employer Brandings reicht von der Analyse der Unternehmenskultur und der Zielgruppe über die Definition der Employer Value Proposition (EVP) bis zum Kommunikationsplan und seiner Umsetzung:
- 1Selbstbildanalyse
Unternehmenskultur und Werte klar verstehen – was motiviert Ihre Mitarbeitenden?
- 2Zielgruppenanalyse
Bedürfnisse, Erwartungen und Präferenzen der Zielgruppe ermitteln.
- 3Employer Value Proposition definieren
Das einzigartige, relevante und glaubwürdige Arbeitgeberversprechen festlegen.
- 4Kommunikationsplan erstellen
Kanäle, Inhalte, Zeitpunkte und Rhythmus der Kommunikation bestimmen.
- 5Durchführung
- 6Analyse, Gegenmaßnahmen und Erfolgskontrolle
Diese Schritte sind notwendig, um eine erfolgreiche Employer-Branding-Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen genaueren Einblick in die ersten Schritte.

Selbstbild- und Zielgruppenanalyse
Der erste Schritt ist die Selbstbild- und Zielgruppenanalyse: ein klares Verständnis der eigenen Kultur und Werte gewinnen und die Bedürfnisse der Zielgruppe ermitteln. Zentral ist die Kulturanalyse mit den Mitarbeitenden – was motiviert sie, und wie identifizieren sie sich mit dem Unternehmen?
Ebenso wichtig sind Informationen über Bedürfnisse, Erwartungen und Präferenzen der Zielgruppe. Ein standardisierter Fragebogen für aktuelle Mitarbeitende kann die Variablen aus der Selbstbildanalyse quantitativ bewerten und mit den Stärken und Schwächen des Unternehmens abgleichen.

Employer Value Proposition definieren
Auf Basis der Analysen wird die Employer Value Proposition (EVP) definiert – das Kernstück des Employer Brandings. Sie setzt sich aus mehreren Elementen zusammen, die gemeinsam ein einzigartiges, relevantes und glaubwürdiges Arbeitgeberbild vermitteln.
Das Employer Brand Positioning Statement (EBPS) ist eine prägnante Aussage zur Positionierung der Arbeitgebermarke im Markt: Was zeichnet das Unternehmen als Arbeitgeber aus, was unterscheidet es von anderen?
Eng damit verbunden ist die Unique Employment Proposition (UEP). Sie betont das Besondere des Unternehmens als Arbeitgeber und hebt hervor, was es für potenzielle und aktuelle Mitarbeitende attraktiv macht.
Schließlich ist der Cultural Fit von großer Bedeutung: Er stellt sicher, dass Werte und Normen des Unternehmens mit den persönlichen Überzeugungen der Mitarbeitenden übereinstimmen – die Grundlage für eine starke Bindung.

Kommunikationsplan erstellen
Im nächsten Schritt entsteht der Kommunikationsplan. Er legt fest, wie und über welche Kanäle die EVP kommuniziert wird, um ein überzeugendes Bild des Unternehmens zu schaffen und zu festigen – und welche Inhalte zu welchem Zeitpunkt und in welchem Rhythmus auf den gewählten Kanälen erscheinen.
Mögliche Kommunikationskanäle sind unter anderem Karriereseiten, Social-Media-Plattformen, Online-Medien und Jobmessen. Die Auswahl sollte sich nach den Präferenzen der Zielgruppe richten.

Erfolgreiche Beispiele für Employer Branding
Ein prägnantes Beispiel ist die „Work #LikeABosch“-Kampagne von Bosch, die mit einem humorvollen, viralen Video das moderne und innovative Image des Unternehmens unterstrich. Sie zeigte Mitarbeitende in alltäglichen Situationen, die durch Bosch-Technologien einfacher wurden, und kommunizierte so die Rolle des Unternehmens als Vorreiter in der Technologiebranche.
HelloFresh baute durch regelmäßige Einblicke in seine Unternehmenskultur auf Social Media und die Vorstellung seiner Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen eine authentische und ansprechende Arbeitgebermarke auf. Im Mittelpunkt standen Vielfalt und Kreativität der Belegschaft.
Volvo nutzte in seiner Video-Kampagne von 2016 hochwertige Produktionen, um moderne Arbeitsplätze, Fabriken und das Engagement der Mitarbeitenden zu zeigen – und vermittelte so das Bild eines Arbeitgebers, der Wert auf Innovation, Sicherheit und Mitarbeiterwohlbefinden legt.
Diese Beispiele zeigen: Eine erfolgreiche Employer-Branding-Kampagne braucht Authentizität, Kreativität und strategische Planung – und Employer Branding ist ein langfristiger Prozess, der Zeit und Engagement erfordert.
Finanzielle Vorteile von Employer Branding
Ein erfolgreiches Employer Branding bringt auch finanzielle Vorteile. Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke besetzen ihre ausgeschriebenen Stellen beispielsweise bis zu doppelt so schnell. Zudem kann eine starke Arbeitgebermarke die Fluktuation senken, was geringere Kosten für Neubesetzungen bedeutet.
Unternehmen mit einem schlechten Ruf müssen qualifizierten Mitarbeitenden dagegen oft mehr bieten, etwa beim Gehalt. Erfolgreiches Employer Branding hilft also nicht nur, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden, sondern kann auch erhebliche finanzielle Vorteile bieten.
Herausforderungen und Lösungen im Employer Branding
Trotz aller Vorteile begegnen Unternehmen im Employer Branding auch Herausforderungen – etwa steigender Fluktuation, einer zu geringen Anzahl qualitativer Bewerbungen und Mitarbeiterunzufriedenheit.

Wie man die Wirksamkeit von Employer Branding misst
Die Messung des Erfolgs Ihrer Recruitingkanäle ist die Grundlage, um die Personalbeschaffung kontinuierlich zu verbessern. Diese Kennzahlen zeigen, wie wirksam die einzelnen Kanäle und Ihre Employer-Branding-Maßnahmen sind:
| Kennzahl | Was sie misst | Worauf ein guter Wert hindeutet |
|---|---|---|
| Time to Fill | Zeit bis zur Besetzung einer offenen Stelle | Kürzer = effiziente Personalbeschaffung |
| Cost per Hire | Durchschnittliche Kosten pro Neueinstellung | Niedriger = kosteneffiziente Nutzung der Kanäle |
| Quality of Hire | Qualität der Einstellungen nach Leistung und Verbleibdauer | Hoch = die Kanäle liefern passende Kandidaten |
| Applicant Satisfaction | Zufriedenheit der Bewerber mit dem Prozess | Hoch = positive Candidate Experience, starkes Employer Branding |
| Offer Acceptance Rate | Annahmequote von Jobangeboten | Hoch = attraktive Bedingungen, die richtigen Kandidaten |
| Employee Turnover Rate | Fluktuationsrate der Mitarbeitenden | Niedrig = gute Einarbeitung, hohe Zufriedenheit |
| Diversity Hiring Rate | Anteil der Einstellungen, die zur Vielfalt beitragen | Höher = erfolgreicher Aufbau einer vielfältigen Belegschaft |
Mit diesen Kennzahlen messen Sie die Wirksamkeit Ihrer Employer-Branding-Maßnahmen und passen sie bei Bedarf an.
Warum ein externer Dienstleister Sie beim Employer Branding unterstützen sollte
Ein externer Dienstleister kann Unternehmen helfen, ihre Employer-Branding-Strategie effizient und erfolgreich umzusetzen. Fachleute für Employer Branding bringen tiefgehende Kenntnisse und langjährige Erfahrung in Personalmarketing und Unternehmenskommunikation mit und gehen gezielt auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Zielgruppe ein.
Sie entwickeln maßgeschneiderte Strategien und setzen sie effizient um, um die Arbeitgebermarke nachhaltig zu stärken und zu positionieren.

Employer Branding mit mitarbeiter.com
Bei mitarbeiter.com ist Employer Branding eng mit der Talent Activation Plattform verbunden: Wir arbeiten die konkreten Wechselmotive einer Stelle heraus und machen sie für die Menschen sichtbar, die den Beruf in Ihrer Region ausüben – auch für jene, die gerade nicht aktiv suchen.

Zusammenfassung
Employer Branding hilft Unternehmen, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren und qualifizierte Talente anzuziehen und zu halten. Es ist ein langfristiger Prozess, der strategische Planung und konsequente Umsetzung erfordert. Mit den richtigen Maßnahmen und der Unterstützung von Fachleuten bauen Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke auf und profitieren von den vielen Vorteilen, die Employer Branding mit sich bringt.



