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Mobile Recruiting: Die erfolgreichsten Strategien und Kanäle

Mobile Recruiting: So erreichen Arbeitgeber potenzielle Kandidaten dort, wo sie sich am häufigsten aufhalten – auf ihren mobilen Geräten.

Geschäftsführer
Veröffentlicht Aktualisiert 6 Min. Lesezeit
Titelgrafik „Mobile Recruiting – Die erfolgreichsten Strategien und Kanäle“ mit Händen, die ein Smartphone bedienen

Mobile Recruiting ist eine moderne Form des internetbasierten Rekrutierens (E-Recruiting): die Gewinnung neuer Mitarbeitender über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Weil immer mehr Menschen ihr Smartphone zur Jobsuche nutzen, gewinnt die Methode stetig an Bedeutung – Arbeitgeber erreichen potenzielle Kandidaten dort, wo sie sich am häufigsten aufhalten.

Die Technologie hat verändert, wie Menschen arbeiten und kommunizieren, und das Recruiting ist keine Ausnahme. Mobile Recruiting hält Unternehmen in einem umkämpften Markt wettbewerbsfähig, weil es die Reichweite maximiert und den Bewerbungsprozess für Kandidaten so einfach wie möglich macht.

Auf einen Blick
  1. 01Mobile Recruiting nutzt Smartphones und Tablets, um den gesamten Bewerbungsprozess digital und mobil abzuwickeln – mit mehr Flexibilität und Erreichbarkeit für Bewerbende und Personalabteilungen.
  2. 02Die Bedeutung von Mobile Recruiting im Recruiting-Prozess wächst stetig.
  3. 03Besonders junge Talente der Generationen Z und Y verbringen viel Zeit am Smartphone – Mobile Recruiting hilft, sie zu erreichen und dem Fachkräftemangel zu begegnen.
  4. 04Datenschutz, responsives Design und eine kurze, mobile Bewerbung entscheiden über den Erfolg.

Vorteile des Mobile Recruitings: Warum Mobile Recruiting wichtig ist

Mobile Recruiting ist die Zukunft, vor allem wenn es darum geht, junge Menschen anzusprechen. Angesichts des „War for Talents“ und eines Fachkräftemangels, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen wird, ist es ein unverzichtbares Instrument moderner Personalarbeit. Laut einer Umfrage erkennen rund 86 Prozent der Unternehmen den hohen Stellenwert, den mobiles Recruiting für Kandidaten hat.

Grafik: Smartphones werden zur Jobsuche genauso häufig genutzt wie PCs, je 43 %, Tablets 20 % (Quelle: Absolventa)

Im intensiven Wettbewerb um die besten Talente hilft Mobile Recruiting, sich von der Konkurrenz abzuheben: Ein benutzerfreundlicher, zugänglicher Bewerbungsprozess erreicht die besten Kandidaten und bindet sie. Die verschiedenen Bewerbungsmöglichkeiten auf mobilen Plattformen sind dabei entscheidend, gerade für die jüngere Generation.

Beim Mobile Recruiting: Generation Z und Y überzeugen

Die Generationen Z und Y verbringen viel Zeit am Smartphone – also sollten Arbeitgeber auch dort präsent sein. Die jungen Generationen sind digital versiert und erwarten, dass auch der Bewerbungsprozess digital abläuft. Mobil optimierte Websites und Kanäle sind deshalb unerlässlich.

Mobile Plattformen und Anwendungen hinterlassen einen modernen, innovativen Eindruck, der besonders für jüngere Bewerbende attraktiv ist. Social Media, Apps und andere mobile Tools steigern das Interesse und die Bindung junger Talente.

Balkendiagramm: Anteil der Social-Media-Nutzer unter 14- bis 29-Jährigen, angeführt von Instagram mit 79 %

Strategien für erfolgreiches Mobile Recruiting

Erfolgreiches Mobile Recruiting braucht gezielte Strategien: den Einsatz von Social Media, die Nutzung von Jobbörsen und Netzwerken sowie gegebenenfalls ein eigenes Mobile Recruiting System. Auch Messenger-Dienste wie WhatsApp lassen sich nutzen. Wer diese Ansätze kombiniert, erhöht die Reichweite, schafft effizientere Bewerbungsprozesse und gewinnt letztlich die besten Talente.

Social Media Recruiting als effektive Strategie

Unternehmen sollten auf Kanälen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn präsent sein, um potenzielle Bewerbende zu erreichen. Eine starke Social-Media-Präsenz erhöht die Sichtbarkeit des Unternehmens und kann die Zahl der Bewerbungen deutlich steigern.

Ringdiagramm: Anzahl der Social-Media-Nutzer in Deutschland nach Plattform, von Instagram (27,5 Mio.) bis Pinterest

Social Media ermöglicht die direkte Interaktion mit Kandidaten und eine stärkere Markenbindung. Ein Beispiel ist Daimler Recruiting: Über WhatsApp trat das Unternehmen mit 100 Kandidaten in Kontakt und gab ihnen mit einem FollowMeAround-Format Einblick in den Arbeitsalltag.

Gezielte Werbekampagnen sprechen bestimmte Zielgruppen an und lenken ihre Aufmerksamkeit auf offene Stellen. Außerdem können Sie Unternehmenskultur und Werte zeigen – für viele Bewerbende ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers.

Jobbörsen und Netzwerke: Wie sie helfen können

Internet-Stellenbörsen wie Indeed oder StepStone sind bei Jobsuchenden sehr beliebt und bieten eine breite Reichweite. Karriere-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sind ebenfalls wertvolle Werkzeuge: Dort lassen sich nicht nur Stellenanzeigen schalten, sondern mit Filtern und Suchfunktionen auch gezielt Kandidaten mit den gesuchten Fähigkeiten und Erfahrungen finden und direkt ansprechen.

Tabelle: Recruiting-Maßnahmen und ihre Kanäle – Social Recruiting, Active Sourcing, Online-Jobbörsen und Suchmaschinen

Eigenes Mobile Recruiting System: Vorteile und Nachteile

Ein eigenes Mobile Recruiting System kann Bewerbungsprozesse optimieren und die Zahl der Bewerbungen steigern, weil es den gesamten Prozess von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung digital abbildet. Ein maßgeschneidertes System lässt sich genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens abstimmen, automatisiert Prozesse, steigert die Effizienz und bietet Bewerbenden eine bessere Nutzererfahrung. Dem stehen Nachteile gegenüber: der hohe Aufwand bei der Auswahl der Kandidaten und die initialen Kosten für die Implementierung.

Mobile Recruiting-Kanäle und Tools

Unternehmen können viele mobile Kanäle nutzen, um Kandidaten zu erreichen. Wichtig ist, dass alle mobil optimiert sind: Sie ermöglichen eine direkte, personalisierte Ansprache und verbessern die Nutzererfahrung.

Kanal / ToolStärkeWorauf Sie achten sollten
Eigene Recruiting-AppBewerbung jederzeit und von überall; Push-Benachrichtigungen informieren über neue Stellen und den Stand der BewerbungHohe Entwicklungskosten und laufender Pflegeaufwand
Push-Nachrichten und E-Mail-AlertsRegelmäßige Updates halten Ihre Stellenanzeigen im Gedächtnis der BewerbendenPersonalisiert und relevant bleiben, gutes Timing wählen, nicht mit Nachrichten überfluten
Newsletter per SMS oder WhatsAppDirekt und persönlich; höhere Öffnungsraten und schnellere Reaktionen als klassische E-Mail-NewsletterPersonalisierung ist der Schlüssel zum Erfolg
Ablaufgrafik für Bewerber-Nachrichten: Zielgruppe segmentieren, Content erstellen, Versand und Optimieren

Bewerbende schätzen die direkte und unkomplizierte Kommunikation über diese Kanäle – das kann Zufriedenheit und Bindung erhöhen.

Datenschutz und Sicherheit beim Mobile Recruiting

Beim Mobile Recruiting werden sensible Daten wie Lebensläufe und Zeugnisse verarbeitet. Mobile Webseiten, Apps und Prozesse müssen deshalb den aktuellen Datenschutzbestimmungen entsprechen: sichere Datenübertragungsprotokolle, Verschlüsselung und die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Infografik zu DSGVO und Bewerberpools: Einwilligung, Informationspflichten und Widerrufsrecht, daneben eine Waage

Optimierung für Tablets und Smartphones mit unterschiedlichen Displays

Mobile Webseiten sollten ein responsives Design nutzen, damit sie auf allen Geräten optimal dargestellt werden. Das verhindert lange Ladezeiten und verbessert die Nutzererfahrung. Die Seite sollte leicht navigierbar sein und die wichtigsten Informationen klar und übersichtlich zeigen – auf allen Bildschirmgrößen und Auflösungen. Testen Sie Ihre mobilen Plattformen regelmäßig, damit sie aktuell bleiben und reibungslos funktionieren.

Drei Smartphones mit einem mobilen Bewerbungsfunnel von mitarbeiter.com: Fragen, Jobangebote und WhatsApp-Kontakt

Nachteile des Mobile Recruitings: Was zu beachten ist

Mobile Recruiting bringt auch Herausforderungen mit sich: hohen Aufwand bei der Kandidatenauswahl, unklare Bewerbungen und viele Nachfragen von Bewerbenden. Dafür brauchen Sie die nötigen Ressourcen und Tools. Hinzu kommt der technische Aufwand für Entwicklung und Wartung mobiler Recruiting-Plattformen – und die Bereitschaft, in Technologien und Schulungen zu investieren.

Checkliste: Wie Sie erfolgreich Mobile Recruiting umsetzen können

Mit diesen Schritten bringen Sie Ihr Recruiting auf das Smartphone – unabhängig davon, ob Sie intern umsetzen oder mit einem Dienstleister arbeiten:

Checkliste
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