
Ratgeber
Recruiting für Bahnbetriebe: Fahrberechtigung vor Reichweite
Warum „Lokführer gesucht“ die Falschen erreicht
Eine Anzeige für Lokführer erreicht vor allem Menschen, die sich den Beruf vorstellen können. Fertige Triebfahrzeugführer mit Triebfahrzeugführerschein, Zusatzbescheinigung und gültiger Tauglichkeit fahren dagegen schon – beim Wettbewerber, im Konzern oder bei einem Personaldienstleister – und schauen selten in Jobbörsen. Für Ihr Team heißt das: viele Rückmeldungen, wenige mit Fahrberechtigung, und Gespräche, die nach der ersten Frage zur Klasse beendet sind.
Die Talent Activation Plattform dreht die Reihenfolge um: Wir identifizieren Menschen, die bereits im Fahrdienst, im Stellwerk oder in der Instandhaltung arbeiten, sprechen sie auf Ihre Stelle an und klären im Telefonat Klasse, Verkehrsart, Einsatzgebiet und Tauglichkeit. Suchen Sie zusätzlich Quereinsteiger für eine Funktionsausbildung, läuft das als eigene Suche mit eigenen Fragen.
Ähnlich ist es im Stellwerk und in der Werkstatt. Fahrdienstleiter brauchen eine Funktionsausbildung für die jeweilige Stellwerkstechnik, Mechatroniker und Elektroniker konkurrieren mit Industrie und Handwerk um dieselben Fachkräfte. Auch hier entscheidet nicht die Zahl der Rückmeldungen, sondern ob die Qualifikation vor dem ersten Gespräch geklärt ist.
Einsatzgebiet ehrlich beschreiben
Triebfahrzeugführer entscheiden zuerst nach Einsatzgebiet und Dienstplan: Wie weit ist die erste Einsatzstelle von zu Hause entfernt, wie viele Übernachtungen im Monat, wie früh steht der Plan? Wer aus dem Nahverkehr kommt, erwartet, abends zu Hause zu sein; wer aus dem Güterverkehr kommt, fragt nach der Übernachtungsregelung. Versprechen, die die Disposition nicht halten kann, kosten genau die Kandidaten, die deswegen gekommen sind.
Für Fahrdienstleiter und Werkstattpersonal steht der Arbeitsort fest. Dort zählt die tatsächliche Fahrzeit zur Betriebsstelle, gerade bei Schichtbeginn in der Nacht. Wie viele Bahnfachkräfte es im Einzugsgebiet Ihrer Betriebsstelle gibt, schätzt der Talent Check für Ihre Position. Welche Ruhezeiten zwischen zwei Schichten gelten, fasst das Lexikon zum Arbeitszeitgesetz zusammen.
Was Bahnfachkräfte zum Wechsel bewegt
Gehalt, Zulagen und Spesen spielen eine Rolle, und Triebfahrzeugführer haben dazu klare Vorstellungen. Deshalb gleichen wir den Gehaltsrahmen vor dem Termin ab. Daneben zählen ein verlässlicher Dienstplan, ein fester Einsatzbereich, moderne Fahrzeuge und die Möglichkeit, weitere Baureihen oder Strecken zu erwerben. Solche Punkte gehören in die Ansprache – echte Fahrzeuge und echte Kollegen wirken dabei mehr als Stockfotos, wie unser Leitfaden zum Recruiting-Video zeigt.
Bahnfachkräfte arbeiten im Schichtdienst. Wer sich meldet und erst Tage später einen Rückruf bekommt, ist oft schon woanders im Gespräch. Wie Sie Wartezeiten im eigenen Prozess vermeiden, beschreibt der Beitrag zur Candidate Experience.
Kosten und Modell einordnen
Einzelne Stellen im Fahrdienst oder in der Instandhaltung besetzen Sie erfolgsbasiert: Sie bezahlen pro erfolgreicher Einstellung. Für Unternehmen mit laufendem Bedarf gibt es das Plattform-Modell, für mehrere Betriebsstellen ein individuelles Enterprise-Modell. In allen Modellen gilt die Besetzungsgarantie: Eine Besetzung zählt erst, wenn die Person ihre Stelle antritt – also nach bestandenem Eingangscheck. Details finden Sie unter Modelle und Preise.
Suchen Sie Fahrpersonal für Bus, Straßenbahn oder U-Bahn? Dann ist ÖPNV und Verkehrsbetriebe die passende Seite, für Umschlag und Terminal Lager und Logistik.