
Ratgeber
Recruiting für Banken und Versicherungen: Ansprache statt Anzeige
Warum gute Berater sich nicht auf Anzeigen melden
Eine Kundenberaterin mit festem Kundenstamm hat wenig Grund, ihren Lebenslauf in ein Jobportal zu laden – und gute Gründe, es nicht zu tun. Im eigenen Institut fällt eine offene Bewerbung schnell auf, und wer Kunden betreut, will keine Unruhe in bestehende Beziehungen bringen. Auf eine Anzeige für „Bankkaufmann (m/w/d)“ melden sich deshalb eher Menschen aus Service oder Sachbearbeitung, die mit Vertrieb wenig zu tun haben wollen, als erfahrene Berater mit Abschlussstärke.
Wer eine Beraterstelle besetzen will, braucht zwei Dinge: eine Ansprache, die Menschen erreicht, die gerade nicht aktiv suchen, und ein Gespräch, das vor der ersten Runde klärt, ob Beratungsschwerpunkt und Vertriebsverständnis passen. Genau dort setzt die Talent Activation Plattform an: Wir identifizieren passende Bank- und Versicherungskaufleute rund um Ihre Filialen, sprechen sie auf Ihre Stelle an und klären im Telefonat, was Sie für die Stelle festgelegt haben. Profile gehen nur mit Zustimmung der Person an Sie. Warum diese Zielgruppe über Anzeigen kaum erreichbar ist, beschreibt der Artikel Passive Personalbeschaffung.
Nach Aufgabe suchen, nicht nach Titel
„Bankkaufmann“ ist ein Abschluss, keine Stellenbeschreibung. Hinter dem Titel stehen Servicekräfte an der Kasse, Privatkundenberater, Baufinanzierer, Firmenkundenbetreuer und Kreditsachbearbeiter in der Marktfolge – mit sehr unterschiedlichen Aufgaben. Ähnlich bei Versicherungen: Der Innendienst mit Antrag, Vertrag und Schaden ist etwas anderes als der Außendienst mit eigenem Bestand und Provisionsanteil. Deshalb beginnt jede Suche bei der Aufgabe: Welche Kundengruppe, welche Produkte, welche Kompetenzen vor Ort, welche Sachkunde ist nötig, etwa für die Wertpapierberatung?
Daraus ergeben sich die Fragen für das Telefonat. Wir fragen nach dem heutigen Beratungsalltag, nach Zielsystem und Terminvolumen und danach, ob jemand in die Beratung will oder bewusst in der Sachbearbeitung bleiben möchte. Wie gezielte Direktansprache grundsätzlich funktioniert, erklärt der Artikel Active Sourcing.
Was Berater zum Wechsel bewegt
Grundgehälter sind in Banken und Versicherungen oft tariflich geregelt und deshalb gut vergleichbar. Den Ausschlag geben andere Punkte: ein Zielsystem, das Beratungsqualität mitbewertet, ein Produktangebot, mit dem sich Kunden wirklich helfen lässt, mehr Entscheidungskompetenz vor Ort – und der Arbeitsweg. Kundenberatung ist Präsenzarbeit; eine Filiale, die zehn Minuten näher liegt, ist ein echtes Argument.
Auch der Zeitpunkt spielt mit. Wer variable Vergütung erhält, wechselt selten vor deren Auszahlung. Wir fragen deshalb im Telefonat nicht nur, ob jemand wechseln möchte, sondern auch wann, und vermerken den realistischen Start im Profil. Was ein Institut tun kann, damit gute Berater bleiben, lesen Sie im Artikel Mitarbeiterbindung; die regulatorische Seite beschreibt der Lexikoneintrag Compliance.
Kosten und Modell einordnen
Einzelne Beraterstellen besetzen Sie erfolgsbasiert: Sie bezahlen pro erfolgreicher Einstellung. Für Institute mit laufendem Bedarf in mehreren Filialen gibt es das Plattform-Modell, für große Häuser und Verbünde ein individuelles Enterprise-Modell. In allen Modellen gilt die Besetzungsgarantie: Eine Besetzung zählt erst, wenn die Person ihre Stelle antritt. Welches Modell zu Ihrem Institut passt, sehen Sie unter Modelle und Preise.
Suchen Sie Steuerfachangestellte, Bilanz- oder Lohnbuchhalter – für eine Kanzlei oder Ihr eigenes Rechnungswesen –, finden Sie die passende Seite unter Steuerfachangestellte und Buchhalter finden.