
Ratgeber
Recruiting für Arztpraxen: MFA erreichen, die nicht suchen
Warum auf MFA-Anzeigen vor allem Berufsanfänger antworten
Medizinische Fachangestellte sind der größte Gesundheitsberuf im ambulanten Bereich, und trotzdem bleibt die Stelle in vielen Praxen lange offen. Der Grund liegt weniger in der Zahl der MFA als in der Zahl der Arbeitgeber: Hausarzt- und Facharztpraxen, MVZ, Klinikambulanzen und Dialysezentren suchen dieselben Menschen, oft im selben Stadtteil. Eine MFA, die Abrechnung, Blutentnahme und Empfang sicher beherrscht, ist so gefragt, dass sie nicht mehr sucht. Auf Anzeigen melden sich vor allem Auszubildende und Berufsanfängerinnen – wertvoll für den Nachwuchs, aber keine Lösung für die Stelle, die nächste Woche den Empfang allein führen muss.
Dazu kommt: Eine Praxis hat keine Personalabteilung. Bewerbungen sichten, zurückrufen und Termine vereinbaren bleibt an Inhaberin oder Praxismanagerin hängen. Die Talent Activation Plattform nimmt genau diesen Teil aus der Praxis: Wir identifizieren passende MFA rund um Ihre Praxis, sprechen sie an, führen die Telefonate und stellen Ihnen nur Profile bereit, bei denen Interesse und Rahmen geklärt sind. Warum Stellenanzeigen im Gesundheitswesen immer weniger erreichen, lesen Sie im Artikel Mehr Bewerbungen erhalten.
Was für MFA beim Wechsel zählt
MFA wechseln selten den Beruf, meist die Praxis. Die Gründe ähneln sich: späte Sprechstunden und Samstage, die sich mit Kindern nicht vertragen; das Verhältnis zur Ärztin oder zum Arzt, das in einer kleinen Praxis vieles bestimmt; Unterschiede in der Bezahlung zwischen Praxen derselben Stadt; und die Aufgaben selbst. Fortbildungen wie VERAH oder die Weiterbildung zur Praxismanagerin sind für viele der eigentliche Grund, überhaupt zuzuhören. Wer sie anbietet und bezahlt, hat ein Argument, das in kaum einer Anzeige steht.
Deshalb klären wir im Telefonat nicht nur, ob jemand wechseln will, sondern was sich ändern soll – Zeiten, Aufgaben, Verantwortung. Den Gehaltsrahmen besprechen wir vorab, damit er im Gespräch nicht überrascht. Wie Sie Arbeitgebervorteile herausarbeiten, die über „nettes Team“ hinausgehen, zeigt der Artikel Arbeitgebermarke aufbauen.
Dialyse und Funktionsbereiche: aus der Klinik in die Praxis
Für Dialysezentren, ambulante OP-Zentren und Radiologiepraxen ist der Pool größer, als die Berufsbezeichnung vermuten lässt. Pflegefachkräfte und MFA aus Kliniken wechseln in die Praxis, wenn sie aus dem Schichtdienst wollen und die Stelle das deutlich sagt: geregelte Zeiten, eine strukturierte Einarbeitung, ein spezialisiertes Feld. Wer die Dialyse so beschreibt, erreicht Fachkräfte, die nach „Dialyse-MFA“ nie gesucht hätten. Wie viele es rund um Ihre Praxis gibt, schätzt der Talent Check für Ihre Position.
Kosten und Modell einordnen
Einzelne Stellen besetzen Sie erfolgsbasiert: Sie bezahlen pro erfolgreicher Einstellung. Für Praxen und MVZ mit laufendem Bedarf gibt es das Plattform-Modell, für Praxisgruppen ein individuelles Enterprise-Modell. In allen Modellen gilt die Besetzungsgarantie: Eine Besetzung zählt erst, wenn die neue Kollegin ihre Stelle antritt. Welches Modell zu Ihrer Praxis passt, sehen Sie unter Modelle und Preise. Wie Sie das Kennenlernen so gestalten, dass nach dem Gespräch eine Zusage folgt, beschreibt der Artikel Candidate Experience.
Zahnarztpraxen und KFO finden ihre Seite unter Dental, Krankenhäuser unter Kliniken & Krankenhäuser.