
Ratgeber
Recruiting für Hotels und Restaurants: Ansprache nach Bereich statt Sammelanzeige
Warum „Gastro-Mitarbeiter (m/w/d)“ niemanden erreicht
Eine Anzeige für „Mitarbeiter Gastronomie“ soll Küche, Service und Empfang zugleich ansprechen und erreicht am Ende keinen davon. Ein Sous Chef sucht Verantwortung am Pass und eine Küche, die planvoll arbeitet. Eine Servicekraft fragt nach Team, Stationen und freien Sonntagen. Eine Rezeptionistin will wissen, ob sie im Früh-, Spät- oder Nachtdienst arbeitet. Wer alle drei in einem Text anspricht, bekommt Rückmeldungen von Menschen, die irgendetwas in der Gastronomie suchen – und selten von der Fachkraft, die die Stelle wirklich braucht.
Dazu kommt: Gute Köchinnen und Servicekräfte lesen während der Schicht keine Stellenanzeigen. Sie stehen am Pass oder am Tresen und wechseln, wenn jemand sie mit dem passenden Angebot anspricht. Genau dort setzt die Talent Activation Plattform an: Wir identifizieren Fachkräfte je Bereich in Ihrer Region, sprechen sie persönlich an und klären im Telefonat, ob Betriebsart, Dienstplan und Anfahrt passen. Welche Kanäle und Formate sich für Ihre eigene Ansprache eignen, beschreibt der Artikel Gastro-Recruiting.
Der Dienstplan ist das stärkste Argument
Wer im Gastgewerbe arbeitet, kennt Abende, Wochenenden und Feiertage. Gewechselt wird selten wegen der Arbeit selbst, sondern wegen des Drumherums: Teildienste mit Lücke am Nachmittag, Pläne, die erst am Donnerstag für die nächste Woche stehen, Überstunden, die nie abgebaut werden. Ein Haus, das eine Fünf-Tage-Woche ohne Teildienst, jedes zweite Wochenende frei oder einen Dienstplan mit festem Vorlauf bietet, hat ein Argument, das Gehalt allein nicht ersetzt. Deshalb gehört der Dienstplan in die Ansprache – als konkrete Aussage, nicht als „flexible Arbeitszeiten“.
Umgekehrt fragen wir im Telefonat offen, was jemand leisten kann und will: Teildienst ja oder nein, wie viele Wochenenden im Monat, Frühstück oder Abendservice. Wer das vorher weiß, sagt nicht nach der ersten Woche ab. Die gesetzlichen Leitplanken für Schichten und Ruhezeiten fasst das Lexikon unter Arbeitszeitgesetz zusammen.
Saison, Umzug und Unterkunft einplanen
In Ferienregionen, auf dem Land und in Kleinstädten ist der Umkreis von 30 Minuten oft zu klein für eine erfahrene Fachkraft. Dann entscheidet die Reichweite der Suche darüber, ob eine Stelle besetzbar ist. Wir fragen deshalb früh, ob Sie eine Personalunterkunft stellen können: Mit ihr wird aus einer regionalen Suche eine Suche in ganz Deutschland, und die Umzugsbereitschaft klären wir im Telefonat. Wie viele Köche oder Servicekräfte es rund um Ihr Haus gibt, schätzt der Talent Check für Ihre Position und Ihr Einzugsgebiet.
Für Saisonbetriebe zählt der Vorlauf. Wir rechnen rückwärts: Saisonstart minus Einarbeitung minus Kündigungsfrist im alten Haus ergibt den spätesten Beginn der Suche. Wer im Mai für den Juli sucht, konkurriert mit jedem Haus der Region um dieselben wenigen kurzfristig Verfügbaren. Für Aushilfen in der Hochsaison gelten eigene Regeln, die das Lexikon unter Kurzfristige Beschäftigung erklärt; weitere Maßnahmen für die eigene Personalsuche bündelt der Artikel Personal für die Gastronomie finden.
Kosten und Modell einordnen
Einzelne Stellen in Küche, Service oder Empfang besetzen Sie erfolgsbasiert: Sie bezahlen pro erfolgreicher Einstellung. Für Häuser mit laufendem Bedarf, etwa vor jeder Saison, gibt es das Plattform-Modell, für Hotelgruppen und Gastronomieketten mit vielen Standorten ein individuelles Enterprise-Modell. In allen Modellen gilt die Besetzungsgarantie: Eine Besetzung zählt erst, wenn die Fachkraft ihre Stelle antritt. Welches Modell zu Ihrem Haus passt, sehen Sie unter Modelle und Preise.
Suchen Sie Personal für Filialen und Verkauf oder für einen Kundenservice am Telefon? Dann passen die Seiten Einzelhandel & Filialketten und Kundenservice & Callcenter.